Google ist die größte Suchmaschine im Web. Es gibt zwar viele Alternativen wie zum Beispiel Bing, aber eigentlich kommt kein Webmaster an Google vorbei.

Um seine Suchqualität zu verbessern, macht der Internetkonzern immer mal wieder Updates, die das Ranking von Webseiten gehörig durcheinander bringen. Aktuell, also am 10. Juni, wurde wieder ein Update eingeschoben.

Das kann entweder positive Auswirkungen auf den Traffic einer Webseite haben, oder negative. Doch was tut man dann eigentlich?

Nach einem Google Update erst einmal Ruhe bewahren

Zunächst der wichtigste Tipp: Ruhe bewahren. Ein Update wird nicht innerhalb einer Stunde eingespielt und oft justiert Google Tage später nach. Es gibt zuerst immer sehr viel Bewegung im Ranking und damit auch im Traffic.

Um die Auswirkungen für die eigene Webseite festzustellen, kann man die Webmaster Tools von Google benutzen oder man greift auf Tools wie Xovi zurück. Einige bieten einen sogenannten Sichtbarkeitsindex, der zeigt, ob und wie sich etwas verändert hat.  Auch ein Vergleich mit Konkurrenzseiten ist hier möglich.

Einen genaueren Überblick bietet allerdings das Überprüfen des Rankings. Normalerweise hat man eine Liste an Keywords, die für die eigene Webseite besonders wichtig sind.

Als Beispiel nehme ich hier unser Projekt Sumikai. Wir überwachen das Ranking mittels Xovi und pflegen dort eine Keyword-Liste mit Begriffen, über die wir gefunden werden wollen.

Da es sich um eine Newsseite über Japan handelt, sind dort Begriffe wie „Nachrichten aus Japan“ und „News aus Japan“ vertreten. Dank des Tools können wir das Live-Ranking abfragen und da wir die Keywords längere Zeit verfolgen, sehen wir auch, wie sie sich in bestimmten Zeiträumen entwickeln.

Positionsverlauf für ein Keyword, das wir überwachen

Positionsverlauf für ein Keyword, das wir überwachen.

Wer so ein Tool nicht hat, kann auf den Leistungsbericht von Googles Webmaster-Tools zurückgreifen. Auch hier wird das Ranking angezeigt, allerdings etwas verzögert, ist aber trotzdem eine gute Quelle.

Der wichtigste Faktor ist aber der Traffic, immerhin ist das der Indikator, wie erfolgreich eine Webseite ist.

Haben die Keywords Ranking verloren, heißt das nicht, dass der Traffic zwangsweise nachlässt. Daher ist es gut zu schauen, wo genau es Probleme gibt. Hat zum Beispiel Keyword A. Ranking verloren, aber der Traffic ist gleich geblieben, sollte man schauen, wie die Seite auf Keyword A. optimieren kann.

Für Shopbetreiber sind besonders die Konversionen wichtig. Denn weder Ranking, noch Traffic bringt etwas, wenn die Besucher nichts kaufen. Allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass es immer saisonale Schwankungen gibt. Heizkissen verkaufen sich im Sommer halt schlechter als im Winter.

Nach der Überprüfung kommt die Optimierung

Hat man diese Faktoren kontrolliert, muss man wohl oder übel optimieren.

Das ist allerdings nicht ganz so einfach, denn hier muss man erst einmal herausbekommen, wo genau es eigentlich Probleme gibt. Als Beispiel sollte man prüfen, ob die Webseite Mobile-Friendly ist, denn darauf legt Google sehr viel wert und stellt praktischerweise auch gleich das passende Tool zur Verfügung.

Hat Google allerdings ein Core-Update gemacht, dann ist das nicht ganz so einfach, denn in der Regel gibt es keine konkreten Hinweise für eine Optimierung, denn es kann an der Technik oder am Inhalt liegen, oder beides. Mittlerweile hat Google zwar angefangen, etwas mehr Information zu kommunizieren, aber die sind oft eher vage.

Ein paar Tipps hat Google aber gegeben, dazu gehört unter anderem, ob die Informationen auf der Webseite relevant sind und dem Besucher wichtige Fragen beantwortet. Ist der Text einzigartig oder haben andere Seiten einen ähnlichen Text usw.  Beispiel hier, dieser Text ist zwar von mir geschrieben, aber so ähnlich wird man ihn auf zig Webseiten finden.

Benutzt man WordPress mit einem SEO-Tool wie RankMath oder Yoast, sollte man hier übrigens auch mal nachschauen.

Leider kein einfaches Thema, aber aussitzen sollte man es natürlich nicht. Trotzdem bleibt es wichtig, Ruhe zu bewahren und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.